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Nächste Ausstellung:

Jürgen Tetzlaff / ANXIETY / 29.5 bis 6.6.2021

Die Ausstellung ist geöffnet samstags/sonntags 29.5. und 30.5., jeweils 12-18h unter Corona üblichen Bedingungen

ansonsten Besichtigung nach Vereinbarung: 01578/6515427 bzw. Email an info@k634.de

Jürgen Tetzlaff, Gemälde, Anxiety, 2021, Öl und Dispersion auf Leinwand

Jürgen Tetzlaff / Anxiety / 2021 / 100 x 140 cm / Öl und Dispersion auf Leinwand

SEID DER ROSAROTE PANTHER!

Jürgen Tetzlaff  verfügt über eine Eigenart, durch die er über das Fantastische hinweg zu einer völlig eigenständigen Formensprache  gelangt, aus deren Knospen er Blüten eigentümlicher Erzählungen zieht. Er bemächtigt sich dabei Bereichen beseelter Besessenheit. Seine Zeichnungen sind Ballungszentren der anderen Dinge und Mischwesen, und eine deutliche  Absage an festgefahrene Vorstellungen von Realität. Vielmehr zelebrieren sie die stimulierende Wirkung der Imagination auf unsere Lebenswirklichkeit.
Vor allem in der Malerei konfrontiert er die Betrachtenden zudem mit einem geradezu tollkühnen Kolorismus. Die Schraffuren, Flächen- und Linienverschlingungen, Flecken und Farbschlieren, die er zu Papier oder auf die Leinwand bringt, sind meistens hemmungslos bunt. Durch Verwischung und wiederholte Überlagerung unterschiedlicher Töne erzielt er optische Farbmischungen, die eine wahrhaftige Sensation im Auge verursachen. Das sind die Momente, in denen jegliches Narrativ aus seinen Bildern verschwindet.
Doch seine Szenerien und die aus ihrer Betrachtung resultierenden Erkenntnisse sind ohnehin weitschweifig und mysteriös. Bei den meisten seiner Zeichnungen steht eine gegenständliche Deutung außer Frage, aber verlässliche Schilderungen ausgemachter Umstände sind sie nicht - und wollen es auch nicht sein. Vielmehr vereinen sie Strömung und Gegenströmung unterschiedlich interpretierter Bilder.  Äußere Einflüsse nutzt er für seine zeichnerischen und malerischen Experimente, ohne sich von ihnen beherrschen zu lassen und gelangt so zu einer zutiefst persönlichen Bildsprache.
Er bemächtigt sich der Dimensionen, über die er verfügt, mittels des Phantasma und offenbart sich in subjektiven Kosmologien, die vermögen, uns ins Gedächtnis zu rufen, dass wir die Welt sind.

Christian Aberle, 2011/2021

Kunstraum K634, Frühling, Andreas Keil, Köln

Frühling rund um den K634